Überblick über die Möglichkeiten beim Umgang mit Datenquellen und bei der Berichterstellung

Autor: Lucas Iglesias San Pedro | Veröffentlicht: 13.03.2020

Die SAP Sales Cloud sowie die SAP Service Cloud verfügen über ein internes Berichtstool, mit dem sich Berichte individuell erstellen lassen. Grundlage dieser Berichte sind objektbezogene Datenquellen, die entweder im Standard vorhanden sind oder extern bezogen werden (Cloud-Datenquellen). Um die bestmögliche Flexibilität und Übersicht auf die eigenen Daten zu bekommen, bieten die beiden Systeme die Möglichkeit, Datenquellen zu verbinden bzw. zu verknüpfen. Diese verbundenen/verknüpften Datenquellen stellen ggf. die Grundlage für individuelle Berichte, Dashboards und KPIs dar.

Dieser Blog-Beitrag soll einen Überblick über die Möglichkeiten bei Datenquellen und Berichtserstellung geben, sodass Sie für die eigenen Analysen gewappnet sind.

Modellierung von Datenquellen

Die Modellierung von Datenquellen umfasst einerseits die Möglichkeit, Datenquellen zu verbinden, andererseits sie zu verknüpfen. Der Unterschied: Bei der Verbindung zweier Datenquellen werden sämtliche Elemente dieser Datenquellen zu einer Neuen zusammengeführt. Bei der Verknüpfung erfolgt eine Selektion auf Basis gemeinsamer Daten.

Innerhalb der Verknüpfung besteht die Möglichkeit eines Inner Joins oder eines Left Outer Joins. Beim Inner Join werden nur die Elemente in die neue Datenquelle aufgenommen, die in beiden Ursprungsdatenquellen identisch sind. Beim Left Outer Join werden alle Elemente aufgenommen, die in der ersten Datenquelle enthalten sind, auch wenn sie in der zweiten Datenquelle nicht vorhanden ist. Welche diese erste Datenquelle ist, wird mittels eines „Ankers“ festgelegt. Dieser setzt eine der Datenquellen als primäre Datenquelle fest.

SAP Sales Cloud & SAP Service Cloud: Berichte und Datenquellen

Aus Performance-Gründen sind Inner Joins zu empfehlen, sofern dies möglich ist, da beim Left Outer Join sämtliche Elemente der Datenquelle geladen werden müssen. Falls es nicht möglich und ein Left Outer Join unvermeidlich ist, sollte die Datenquelle mit den wenigsten Einträgen als Anker gesetzt werden, um die Ladezeiten so gering wie möglich zu halten.

Wichtig zu erwähnen ist außerdem der Berechtigungskontext bei der Verbindung von Datenquellen. Es können bspw. nur Datenquellen miteinander verbunden werden, die einen kompatiblen Berechtigungskontext besitzen, oder erst gar keine Einschränkungen haben. Dementsprechend enthält die neue Datenquelle den gleichen Berechtigungskontext. Bei verknüpften Datenquellen richtet sich der Berechtigungskontext nach der Datenquelle, welche als Anker definiert ist. (Stand Release 1911). Wichtig ist dies aus folgendem Grund: Wird die Datenquelle in einem Report verwendet, so wird dieser Report wiederum ggf. einem Work Center o. Ä. zugeordnet. Diese Zuordnung kann nur erfolgen, wenn sich der Berechtigungskontext der Datenquelle mit dem des Work Centers deckt.  

Die folgende Abbildung zeigt noch einmal die Möglichkeiten, Daten für die Analyse bereitzustellen:

SAP Sales Cloud & SAP Service Cloud: Berichte und Datenquellen

Bei der Modellierung von Berichten können Sie nun auf die neue Datenquelle, oder auf vorhandene Datenquellen (intern oder Cloud-bezogen) zugreifen. Ebenso können Sie vorhandene Berichte kopieren und modellieren, oder auf Basis einer Datenquelle einen komplett neuen Bericht erstellen. Im Rahmen eines Berichts können Sie nun verschiedene Selektionen und Sichten speichern, um die Daten stets nach relevanten Filterkriterien bereitzustellen. Um Berichte übersichtlich darzustellen, können außerdem Dashboards für den jeweiligen Bericht erstellt werden. Zur Erstellung von Berichten und Dashboards finden Sie ausführliche Informationen in unserem Blog-Beitrag: https://www.nagarro-es.com/de/blog/reporting-sales/

Wie Sie nun erfahren haben, bieten sich auf dem Weg von der zugrunde liegenden Datenquelle, bis hin zur Darstellung der Daten sehr viele Möglichkeiten. Nun gilt es nur noch, die aus der Analyse gewonnenen Erkenntnisse sinnvoll zu nutzen.

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