Ihr eigener Weg zu SAP S/4HANA

Autor: Michael Brecht

Jedes Unternehmen hat seine eigene, ganz individuelle Historie mit SAP. Viele Wendungen in der Nutzung von SAP-Software haben ihren Fußabdruck im System hinterlassen und sorgen bei heutiger Betrachtung für Schmunzeln, Kopfschütteln oder auch Anerkennung.

Gleiches gilt auch für die zahlreichen Produkt- und Technologiewendungen der letzten Dekaden, die ebenfalls ihren Niederschlag in der SAP-Softwarelandschaft der Kunden gefunden haben.

Und letztlich haben auch Veränderungen auf Business-Seite, wie z. B. Zu- oder Verkäufe von Unternehmens- teilen und neue Geschäftsmodelle, die Software-Implementierung geprägt.

An dieser Stelle sind alle SAP-Kunden unterschiedlich und deshalb ist auch die Roadmap nach SAP S/4HANA, der Zeitplan oder die Ziel- und Prioritätensetzung unterschiedlich. Die Kunst ist nun, aus den Standardwerkzeugen und Vorgehensmodellen das beste Szenario zu finden bzw. die beste Kombination aus Modell und Werkzeugen zusammenzustellen.

Ergo: Jeder Weg nach SAP S/4HANA ist individuell – eigene Wege finden und gehen ist die Herausforderung. Wie funktioniert das in der Praxis?

Ein Unternehmen aus der Chemie-Branche gliedert einen Unternehmensteil aus dem Konzern aus. Bisher war der Unternehmensteil als Buchungskreis und Werk im gemeinsamen SAP ECC System geführt und soll nun herausgelöst und in einem neuen SAP S/4HANA implementiert werden. Nach aktueller Vorgehenslogik gibt es drei Möglichkeiten: Neuimplementierung, Konvertierung und Selective Data Transition.

SAP S/4HANA Transformation Methodenfindung: Greenfield Neuimplementierung, Konvertierung Brownfield oder Selective Data Transition Bluefield

Methodenfindung für den Umstieg auf SAP S/4HANA

Letztlich war keines der Standard-Vorgehensmodelle so, dass der Kunde damit zufrieden war. Als Beispiel dafür mag der Erhalt der Datenhistorie dienen: Bei der Konvertierung bleiben zwar alle Daten erhalten, leider aber auch die, die zukünftig nicht mehr zum Unternehmen gehören werden und sogar gelöscht werden müssen.  Das ist ein erheblicher Aufwand mit hohem Abstimmungsbedarf.

Der Lösungsansatz war nun, die Bausteine der Modelle so zu kombinieren, dass ein für den Kunden optimal passendes Modell entsteht. Dreh- und Angelpunkt war die Bereitschaft des Kunden, für die Datenhistorie eine eigene Lösung zu finden. So konnte das folgende, hoch-individualisierte Vorgehensmodell konzipiert werden:

  • Kopie des heutigen PRD-Systems

  • Mandantenkopie des PRD-Mandanten ohne Daten und Löschung des PRD-Mandanten

  • Konvertierung des leeren Kopie-Systems nach SAP S/4HANA

  • Anpassung im Customizing/Optimierungen

  • Datenmigration mit dem Standard-Migrationscockpit

  • Aufbau der SAP-Systemlandschaft (QA und PRD-System)

  • Cutover, GoLive und HyperCare

Damit können besonders die Anpassungen im Customizing und bei den Eigenentwicklungen durchgeführt werden, was dem neuen Unternehmen einen Start mit einer optimalen SAP S/4HANA Implementierung ermöglicht.

Der Charme an diesem Konzept ist der passgenaue Zuschnitt der Implementierung an die aktuelle individuelle Situation des Unternehmens. Gleichzeit wird die Basis geschaffen für die Entwicklung eines Intelligent Enterprise.

Es lohnt sich, bei der Auswahl des eigenen Weges genauer hinzuschauen und nochmal genauer zu überlegen.

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