Verlängerung der Wartungsverträge von SAP ECC bis 2027

 

Autor: Johannes Zehnle

Verlängerung der Wartungsverträge von SAP ECC

Standardsupport für SAP ECC bis 2027

Die meisten SAP-Anwender blickten in den vergangenen Jahren vermutlich mit sehr gemischten Gefühlen auf 2025. Schließlich hatte SAP angekündigt, den Support für SAP ERP dann einzustellen. Fortan sollte nur noch SAP S/4HANA unterstützt werden. Nun wurde der Zeitpunkt um zwei Jahre verschoben: SAP wird bis Ende 2027 einen Standardsupport für SAP ERP – bzw. für die Business Suite 7 – anbieten. Darüber hinaus ist optional eine erweiterte Wartung bis 2030 für die Anwender erhältlich. Das alles entlastet die Unternehmen deutlich. Zurücklehnen sollten sie sich aber nicht.

Hier unsere Antworten auf die drei wichtigsten Fragen, die Sie sich vermutlich stellen!

Muss die Strategie für die Transformation grundsätzlich neu überdacht werden?

Die eindeutige Antwort hier: Nein! Denn durch die Verlängerung des Supports von SAP ERP ändert sich nichts an SAP S/4HANA an sich oder an den unterschiedlichen Deployment-Modellen. Alle Planungen für die Umstellung haben also nach wie vor Bestand, alle bereits umgesetzten Maßnahmen sind nach wie vor wirksam.

Kann die Transformation langsamer angegangen werden?

Zwar kann SAP ERP jetzt noch etwas länger genutzt werden. Den Umstieg deshalb noch etwas zu verzögern oder die Umstellung weniger zügig durchzuführen, halten wir dennoch für keine gute Idee. Denn die jetzt von SAP gewährte Verlängerung ist auch eine Reaktion darauf, dass viele Unternehmen bislang zu wenig unternommen haben und kaum bis 2025 fertig werden würden. Sie haben schlicht den Aufwand für eine Transformation unterschätzt. Daraus keine Schlüsse zu ziehen, ist aus unserer Sicht fahrlässig.

Wie lässt sich die Verlängerung sinnvoll nutzen?

Die Wartungsverlängerung ist vor allem eine Chance, die Transformation so hinzubekommen, dass Unternehmen optimal von SAP S/4HANA profitieren – anstatt zu einem Schnellschuss gezwungen zu sein, bei dem nur das Notwendigste erledigt wird. Das sollte aber nicht dazu verleiten, mit dem Umstieg zu warten und dann irgendwann wieder in Zeitnot zu kommen.  Die zusätzliche Zeit bietet aber die Möglichkeit, sich mit all den Innovationen vertraut zu machen, die SAP S/4HANA bereitstellt: von Analysen in Echtzeit über Künstliche Intelligenz bis zu Robotic Process Automation (RPA). Im Zuge der Transformationen geht es dann nicht nur um den technologischen Wechsel. Es geht auch darum, innovative Szenarien für die Zukunft zu entwickeln und zu verwirklichen. Zum Beispiel bieten viele Funktionen rund um das neue Fiori UI grundlegend neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit verschiedener Teams und Prozessbereiche. Hier sind exemplarisch das Situation Handling sowie der CoPilot zu nennen. Sinnvoll ist definitiv, sich jetzt schon mit diesen Möglichkeiten zu befassen, um den effektiven Einsatz der neuen Technologien rechtzeitig in die Transformation Roadmap einfließen zu lassen.

Weiterhin empfiehlt es sich, sich Gedanken zu den diversen Vorprojekten zu machen, die im Rahmen einer SAP-ERP-Transformation erforderlich sind. Beispiele hierfür sind die Geschäftspartner-Umstellung, die Einführung des neuen Hauptbuchs (SAP New General Ledger) sowie die Bereinigung und Historisierung des Datenbestands. Die frühzeitige Durchführung dieser Projekte kann die Gesamtbelastung des S/4HANA-Programms erheblich entzerren und führt dadurch zu höherer Akzeptanz im Unternehmen.

Wo und wie Unternehmen mit ihrem S/4HANA-Projekt beginnen, ist so individuell wie die Unternehmen selbst. Erst einmal die Tochtergesellschaften transformieren? Oder doch lieber zuerst die Finance-Systeme harmonisieren? Bei der Entscheidung unterstützt SAP mit verschiedenen Reports LINKS

Durch die Teilnahme am SAP Adoption Starter Programm bietet sich für viele Firmen eine gute Chance, sich gemeinsam mit SAP mit den wichtigen strategischen Fragen im Vorfeld wie TCO-Betrachtung, Roadmap, Benefit-Bewertung zu befassen.

 

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Julia Rettig Nagarro ES

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