Mit SAP S/4HANA Cloud die Integration von Tochtergesellschaften meistern

Unternehmen, die eine Expansion ins Ausland wagen, stehen zunächst vor der Frage, was am neuen Standort notwendig ist. Oft fällt dann die Entscheidung für eine internationale Vertriebsgesellschaft. Die Produktion verbleibt bei diesem Modell am ursprünglichen Ort und damit bei den bewährten Lieferketten für Ressourcen oder Zulieferer.

In den Blick gerät nun der digitale Kern am neuen Standort, das Enterprise-Resource-Planning- System (ERP). Um beim Beispiel zu bleiben: Man stelle sich ein Unternehmen vor, das in Deutschland produziert und verkauft. Nun findet der Sprung ins Ausland statt, der jedoch in erster Linie den Vertrieb und nicht die Produktion betrifft, allenfalls – und das häufig in reduzierter Form – das Marketing oder den HR-Bereich. Höchst zweifelhaft, ob in so einem Fall der einzelnen Vertriebsgesellschaft das vollumfängliche und komplexe Hauptsystem der Zentrale übergestülpt werden sollte, obwohl sie große Teile davon nicht benötigt.

Aus diesen Gründen sollten separate Unternehmenssektionen mit speziellen Anforderungen die Einrichtung ihres ERPs besonders gründlich durchdenken. Für solche Fälle gibt es mit SAP S/4HANA aus der Cloud eine herausragende Lösung.

SAP S/4HANA On-Prem: Nicht für jeden geeignet

In großen Unternehmenszentralen wird gerne die On-Premise-Variante eingesetzt. Sie ist vollumfänglich modifizierbar, anpassbar und konfigurierbar. Über einen Eingriff in den Quellcode können im Prinzip alle Prozesse selbst geformt werden.

Die Kehrseite der Medaille ist, dass solche Systeme über die Jahre hinweg oft ins Maßlose wachsen. Im schlimmsten Fall entstehen riesige, unübersichtliche Systeme. Vollkommen undurchschaubar wird es, wenn die jeweiligen Verantwortlichen in der Zwischenzeit das Unternehmen gewechselt haben. Auch die Updates werden dadurch entsprechend komplex; erfahrungsgemäß wird deswegen gerne darauf verzichtet, was Sicherheitslücken und eine veraltete Systemlandschaft begünstigt. Sicher nicht der optimale Weg für sämtliche Branchen und Unternehmensbereiche.

Warum sich SAP S/4HANA Cloud für internationale Vertriebsgesellschaften eignet

Soll eine internationale Vertriebsgesellschaft technisch mit SAP S/4HANA an die Unternehmenszentrale angebunden werden, bietet sich die Cloud-Variante davon geradezu an. Mit ihr können die Bedürfnisse einer solchen Gesellschaft vollständig und dennoch sparsam erfüllt werden. Gerade beim Vertrieb sind die wesentlichen Geschäftsprozesse überschaubar – es geht in erster Linie ums Verkaufen. Dazu gehört das Stellen von Rechnungen, das Management von Vertriebs-Opportunities, die Kunden- und Rechnungsdatenpflege, das Mahnwesen oder ggf. die Lagerbindung.

Das ERP sollte mit der Technik und Datenstruktur des ERP im Ursprungsland übereinstimmen, und dennoch auf unnötige Komplexität verzichten sowie nahtlos integrierbar sein. Die Vertriebsgesellschaft im Ausland wird damit zu einem technischen Satelliten mit speziell angepassten Funktionen. Die Alternative, das gesamte System aus dem Mutterkonzern auf jede Auslandsniederlassung zu übertragen, würde unnötig Zeit und Geld kosten.

On-Premise oder Cloud?

On-Premise oder Cloud?

Lesen Sie in unserem E-Book was der Unterschied zwischen der On-Premise und der Cloud-Bereitstellung ist. 

New call-to-action

On-Premise oder Cloud?

On-Premise oder Cloud?

Lesen Sie in unserem E-Book was der Unterschied zwischen der On-Premise und der Cloud-Bereitstellung ist. 

New call-to-action

Vorteile: Kostenersparnis, Agilität, Standardisierung

Mit der  SAP S/4HANA Cloud Multi-Tenant in der Bereitstellung als Software-as-a-Service (SaaS) können solche speziellen Funktionen passgenau abgebildet werden. Grundlage hierfür sind Standardprozesse und Best Practices für bestimmte Geschäftsbereiche. Das System selbst kann zugunsten der eigenen Erfordernisse konfiguriert werden; die Logiken der Prozesse bleiben davon jedoch unberührt. Dank der Standardisierung sparen internationale Vertriebsgesellschaften erheblich an Aufwand und Kosten. SAP S/4HANA aus der Cloud besitzt einen einfachen Kern und hält das ERP dadurch agil.

Ist das Cloud-System erst mal installiert, reduziert sich der Betreuungsaufwand spürbar. Dafür sorgt nicht nur die Standardisierung, sondern auch der regelmäßige Turnus für Updates. Die On-Premise-Variante erfährt einmal im Jahr ein Update, und das auch nur nach Zustimmung – Systeme veralten dadurch gerne. Vertriebsgesellschaften in der Cloud hingegen bleiben dank vierteljährlicher automatischer Updates immer auf dem neuesten Stand, und das vollautomatisch.

Solche Updates betreffen beispielsweise Lokalisierungen, also landesspezifische Prozesse und Sprachausgaben. So zwingt eine Reform in Italien und Spanien seit einiger Zeit Unternehmen dazu, ihre Rechnungen erst an das Finanzamt und dann an den Kunden zu schicken, was eine elektronische Schnittstelle zu den Steuerbehörden erforderlich macht. Nutzer von SAP S/4HANA Cloud MTE erhielten diese Funktion geräuschlos im Hintergrund. In der Summe werden diese Updates vierteljährlich veröffentlicht – Vertriebsgesellschaften bleiben damit am Puls der Zeit.

Der einzige Aufwand, der im Rahmen von Updates anfällt, ist etwa die Prüfung von Schnittstellen und z.B. Rollen und Berechtigungen. Gleichermaßen kann freiwillig geprüft werden, welche neuen und ggf. verwertbaren Erweiterungen ins System gekommen sind und eine manuelle Aktivierung sowie Konfiguration erfordern. Das können Unternehmen selbst übernehmen oder als Service von einem externen Dienstleister wie Allgeier ES erledigen lassen (Managed Cloud Service).

Auch betriebswirtschaftlich bieten Cloud-Lösungen Vorteile: Sie können mit einem Opex-Modell finanziert werden. Anfangs hohe Investitionskosten (Capex) werden damit überflüssig; vielmehr werden die Ausgaben auf die laufenden Betriebskosten verteilt. Je nach Marktsituation kann die Vertriebsgesellschaft ihre Cloud-Landschaft anpassen und die Prozesse bei Bedarf erweitern oder einschränken.

Installation mit überschaubarem Aufwand

Die Dauer der Einführungsphase wird zudem auf ein Mindestmaß reduziert. Für Vertriebsgesellschaften ein riesiger Vorteil, weil zum einen mehr Zeit für das Kerngeschäft bzw. den Rollout bleibt und zum anderen die heute sehr hohen Innovationsgeschwindigkeiten kein Problem mehr darstellen.

Mit S/4HANA aus der Cloud wird zudem der Anspruch „keep the core clean“ von SAP erfüllt. Wurden bislang zusätzliche Funktionen nachträglich in R/3 integriert und das System dadurch mit der Zeit überfüllt, werden solche Ergänzungen bei der Cloud-Variante als externe Applikation betrachtet. So verbleibt etwa das Marketing nebst Lead-Generierung in der Marketing-Cloud oder die Reisekostenverwaltung in SAP Concur. Eine standardisierte Lösung vermeidet die schlimmsten Auswüchse und wird in der Cloud komplett von SAP gewartet.

Fazit

Sollen internationale Vertriebsgesellschaften schnell und unkompliziert an das Mutterunternehmen angebunden werden, gelingt das exzellent mit einer Cloud-Lösung. Standardisierte Prozesse sind kostengünstig, die Installation zeitsparend und das ERP ohne überflüssige Komplexität – Ressourcen werden so ideal eingesetzt. So können internationale Vertriebsgesellschaften in Zukunft agil auf Herausforderungen des Marktes reagieren.

Zurück zu allen Fachartikeln
UNSERE SAP CLOUD SERVICES
Zurück zu allen Fachartikeln
UNSERE SAP CLOUD SERVICES
On-Premise oder Cloud?

On-Premise der Cloud?

Lesen Sie in unserem E-Book, was der Unterschied zwischen On-Premise und Cloud-Bereitstellung ist und was zu Ihrem Unternehmen passt.

New call-to-action

On-Premise oder Cloud?

On-Premise oder Cloud?

Lesen Sie in unserem E-Book, was die Unterschiede zwischen On-Premise und Cloud-Bereitstellungen sind und was besser zu Ihrem Unternehmen passt.

New call-to-action